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Gemeinde Saal (Vorpommern)

Die Gemeinde Saal liegt im Landkreis Vorpommern-Rügen in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland) und ist seit 2021 als Erholungsort anerkannt.

Am 1. Januar 2014 wurde die Gemeinde Bartelshagen II mit ihren Ortsteilen Bartelshagen II, Hermannshagen Heide, Hermannshof und Neuhof nach Saal eingemeindet. Saal wird vom Amt Barth mit Sitz in der gleichnamigen Stadt verwaltet.

Busverbindungen führen u. a. nach Barth (Bahnhof, Anschluss nach Stralsund) und Ribnitz-Damgarten (Bahnhof Ribnitz-Damgarten-West, Anschluss an Fernverbindungen in Richtung Stralsund und Rostock, Schwerin, Hamburg, Stuttgart).

Zu Saal gehören die Ortsteile:

  • Bartelshagen II
  • Hermannshagen-Dorf
  • Hermannshagen Heide
  • Hermannshof
  • Hessenburg
  • Kückenshagen
  • Neuendorf
  • Neuendorf-Heide
  • Neuhof
  • Saal (Kernort)

Der Saaler Bach mündet in der Nähe der Gemeinde in den Saaler Bodden, der ein Teil der Darß-Zingster Boddenkette bildet. Saal ist eine einmalige Landschaft mit vielen Naturschönheiten und Erholungsmöglichkeiten. Weite Wasserflächen im Norden und Westen sowie ausgedehnte Mischwaldflächen im Süden und Nordosten umgeben das Gebiet.

Die erste Erwähnung Saals findet sich in einer Urkunde der Stadt Barth aus dem Jahr 1255. Damals existierte schon eine slawische Burganlage an der Mündung des Saaler Baches in den Saaler Bodden. Diese Lage war strategisch wertvoll, da sie gut versteckt war und den weiten Boddenraum überwachen konnte.

Die Bevölkerung setzte sich um 1255 aus eingessenen Slawen, zugewanderten Westfalen und Dänen zusammen. Die erste Kirche bestand zu jener Zeit schon, war aber gänzlich aus Holz und dem „Heiligen Kreuz“ geweiht. Die heutige Kirche, Anfang des 14. Jahrhunderts errichtet, besteht aus Backstein und ist ein Zeugnis der hohen Bauqualität in der Frühzeit der norddeutschen Backsteingotik. Der freistehende hölzerne Glockenturm entstand im Jahre 1475 und fand seine Würdigung im heutigen Wappen der Gemeinde.

Im 13. Jahrhundert war die nach dem Ort benannte Vogtei „Sale“ eine der zwölf Vogteien des Fürsten von Rügen. Saal war Sitz des Vogtes und somit Verwaltungszentrum, Marktstätte und Gerichtsort der Provinz, zu dem noch zwölf weitere Dörfer gehörten. Später verlor Saal an Bedeutung und Barth und Damgarten übernahmen diese Rolle. Nach dem Jahr 1326 gehörte es zum Herzogtum Pommern.

Im Jahr 1648 wurde es dem Schwedischen Reich einverleibt und blieb bis 1815 Teil Schwedisch-Pommerns.

Dieser Text basiert auf folgenden Quellen: